BürgerInitiative für gesunde Umwelt - Schorfheide e.V.
 

   letzter Presseartikel (Chronik) 

 letzter Leserbrief  

  Bilder zur Steil-Altlast  

   

 Belohnung über 10.000 € 
bei Verhinderung der MVA

  LUA-Genehmigungsbescheid 
 
PDF-517KB mit 59 Seiten

 Widerspruch des BUND 
Landesverband Brandenburg

 nach der Genehmigung
Hinweise zum rechtlichen Ablauf
 

Bürger bekunden Ihren Protest zur geplanten Sondermüll- verbrennungsanlage der Fa. Theo Steil GmbH in Eberswalde  
durch eine 
Plakat-Aktion  

Links zu anderen Bürgerinitiativen mit MVA-Problemen:  
Europark
  Blumenthal  Erfurt  Hagenow  Korbach  Kribemitz  Mönkeloh  Rüdersdorf  Rostock  Monheim  Lahntal-Goßfelden
    
Unterschriften-Aktion gegen die MVA:      

per 14.02.2007   14.267   Unterschriften

Beginn: 15.11.2006      Ende:  22.01.2007
Übergabe von 13.884 Unterschriften an Minister Woidke 
erfolgte am 24.01.2007 im Potsdamer Landtag.
  
Einwendungen:  

per 26.03.2007   über  4.007  Einwendungen 

Beginn:  02.01.2007       Ende:  16.02.2007
Diese Anzahl gab das Landesumweltamt (LUA) in 
Frankfurt/O. bekannt.
  

Geldspenden gegen Spendenquittung:

Helfen Sie mit und werden Sie Mitglied oder Förderer durch Spenden! 
Jeder Euro zählt im Kampf für unsere Gesundheit und Zukunft.
Bankverbindung:        Bürgerinitiative für eine gesunde Umwelt
                                 – Schorfheide e.V.
Sparkasse Barnim      Konto 300 003 2443    BLZ 170 520 00
Verwendungszweck:  Spende. 
  
Widerspüche gegen Genehmigungsbescheid:

per 13.03.2008 ca. 100  Widersprüche

Beginn:  23.01.2008    Ende: 23.02.2008
Die  MOZ  verweißt darauf, dass damit
ein sofortiger Baubeginn verhindert wurde.
  

Erörterungstermin (EÖT):

Gegen die Errichtung der MVA an dem geplanten Standort Eberswalde sprachen sich aus:

  • 14.267 Bürger und 4.007 Einwender (s.o.)
  • Stadt Eberswalde
  • Gemeinde Schorfheide
  • Kreisverwaltung Barnim
  • Naturschutzeinrichtungen BUND, NABU, Naturschutzbeirat
  • Lokale Agenda 21 Eberswalde

Für die Errichtung der MVA sprach sich aus

  • Firma Theo Steil aus Trier/Mosel

Fazit aus Sicht der BI-S

  • Das Vertrauen in eine sachgemäße Betriebsführung der Fa. Theo Steil ist nicht gegeben.
    - Umgang mit den Anwohnern in den letzten 15 Jahren war katastrophal 
    - unvollständige und z.T. schludrige Erarbeitung der Antragsunterlagen, z.T. regelrecht falsch und wahrheitswidrig
    - Unqualifizierte und nicht norm-entsprehende Eingangskontrollen der angelieferten Stoffe
    - Der in Zukunft existenzbedrohte Lebensmittelbetrieb (50m) erfuhr erst aus der Presse von den Planungen
    - Grenzwerte der 17.BImSchV  werden nicht freiwillig unterschritten, was anderswo zukunftsweisend ist
  • Die Altbelastungen der Fa. Theo Steil durch Lärm und Staub wurden in keiner Weise berücksichtigt
    - Die Immissionsprognose ohne die Erfassung diffuser Quellen ist nicht akzeptabel, dazu zählen u.a.
      Umladvorgänge von Bahn/LKW/Schiff, Transportvorgängen auf dem Anlagengelände, 
      Abkippen vor der Aufbereitungsanlage sowie Abwerfen der Abfälle in die Aufbereitungsanlage
    - Der Emissionsprognose liegen nicht die aktuellen Schadstoffdaten vor (Datenbank NRW) 
    - Die Blei und Cadmium-Belastung am Standort der Firma Steil in Trier wurden in Analogie hierzu 
       in Eberswalde nicht untersucht
    - Die Empfehlungen der ZEUS-Studie zur Staubreduzierung wurden bisher nur in Trier umgesetzt
  • Die Summe der Emissionen aller Anlage am Oder-Havel-Kanal wurde nicht berücksichtigt
  • Die Betriebserlaubnis einer Gewerbemüllaufbereitung hat seit Herbst 2005 zu einer extremen Mehrbelastung
    der Anwohner geführt, dies würde mit der MVA entsprechend der Antragsstellung extrem ausgeweitet.
    - Dieser Gewerbemüll wird gegenwärtig nicht überdacht und soll in Zukunft nur z.T. überdacht werden.
    - Dies ist Nahrungsquelle für Ungeziefer, wie Fliegen, Schaben, Mäuse, Ratten, .. (s. Brandvorfälle in den
      Recyclinganlagen in Bernau und am Walzwerk Finow im Jahr 2006)
    - Dies ist eine Brutstätte
    für Mikroorganismen wie Bakterien, Actinimyceten, Basidiomyceten, Hefen 
      und Schimmelpilzen/Toxine
  • Es fehlt ein humantoxikologisches Gutachten
    - Es ist nicht auszuschließen, dass der Chlorgehalt über 1% liegt, deshalb sollte die Feuerungstemperatur 
      statt 850°C die notwendigen 1100°C betragen
    - Statt der bisher übliche Anteile von 5-10% sollen erstmalig ca. 80% Shredderleichtfraktion zum Einsatz kommen.
      Dies bedeutet z.B. einen höheren Kupfer-Gehalt (Quelle: Autoelektrik), damit mehr katalytische Reaktionen zu 
      unbekannten toxischen Stoffen, deren analytische Überwachung nicht möglich ist.
  • Es fehlt eine umfassendende Umweltverträglichkeitsuntersuchung
  • mangelhafter Brandschutz 
  • Es fehlen Aussagen zum Schadstoffgehalt im Abgas vor der Rauchgasreinigung und zur Wirksamkeit der Rauchgasreinigung  (Abscheidegrad der Filtertechnik).
  • Warum ca. 60.000t entgegen eines Verkehrsminimierungsgebots (Klima) durch ganz Deutschland transportiert werden müssen ist beim EÖT offensichtlich geworden. Trier hat ZEUS und Eberswalde hat 15% Fördermittel

   
Negative Perspektiven für den Barnim

  • Lebensqualität gemindert

  • human-toxikologische Belastung 

  • Lärm und Luftverschmutzung 

  • Mülltourismus aus ganz Deutschland

  • Imageschaden für Gesundheitsregion Barnim 

  • Tourismus-Rückgang 

  • Nahrungsmittelproduktion kontaminiert

  • Trinkwasserversorgung in Gefahr

  • Langzeitschäden bei Natur und Umwelt

  • Arbeitsplatzverluste:  
    Nahrungsproduktion + Tourismus