Leserbief zu MOZ-Veröffentlichungen und aus aktuellem Anlaß
der heutigen rbb-aktuell-SendungAls Vorsitzende des Seniorenclubs Lichterfelde und Mitglied des Seniorenbeirates Schorfheide vertrete ich ein beachtliches Potential der Bevölkerung. Es ist gut und wichtig Gewerbe anzusiedeln, aber wir verlangen von den Verantwortlichen dabei Augenmaß und Fingerspitzengefühl. Es kann doch nicht angehen, daß die Fa. Theo Steil GmH, deren Lärm und Staubwolken wir als Lichterfelder schon Jahre ertragen müssen, seine Produktion erhöht und zusätzlich eine Müllverbrennungsanlage für gefährliche Abfälle sowie eine dazu erforderliche Gewerbeabfall-Aufbreitungsanlage errichten will. Die Fa. Steil erhöht ihre Gewinne und löst ihr Problem in Trier, 30.000 t/Jahr sollen von dem dortigen Sitz der Fa. hierher zur Vebrennung zusätzlich transportiert werden, auf Kosten unserer Bevölkerung. Wo bleibt unsere Wohn-u. Lebensqualität und die Verantwortung der zuständigen Genehmigungs-und Befürwortungs-Gremien ? Haben die Stadtverordneten Eberswalde sowie die Kreistagsabgeordneten keinen Überblick zu den Ausmaßen der Schadstoffbelastung in Eberswalde Finow und Lichterfelde?
Will Eberswalde als Waldstadt und Gesundheitszentum mit dieser
Müllverbrennungsanlage für den Tourismus werben?
Denkt die bisherige Vewaltung von Eberswalde:
Werden sich mit Müllverbrennunsanlage besonders viele Studenten für
Eberswalde bewerben?
Werden Sportplätze besonders beliebt, wenn schadstoffbelastete Luft
eingeatmet werden muß?
Soll mit der Müllverbrennung der Zuzug von Bürgern gefördert werden?
Kommen mit dieser die Senioren scharenweise zu uns?
Gar nicht auszudenken, was bei einer nie auszuschließenden Havarie passiert. Grund und Boden sind dann zusätzlich zu ohnehin vorhandenen Altlasten kontaminiert. Gut für das Gesundheitswesen? Wir sind nicht einverstanden mit den Gefahren, die von dieser Anlage für unsere Gesundheit einhergehen. Warum sollen unsere Bewohner in Eberswalde und Lichterfelde eine Wertminderung ihrer Immobilien in Höhe von ca. 75.- Millionen Euro einfach so hinnehmen, nur damit die Fa. Steil ihren Gewinn optimieren kann? Es gibt in Deutschland genügend Abfallverbennungsanlagen, mit denen die vorhandenen Arbeitsplätze der Fa. Steil in Eberswalde gesichert werden können!
Ich glaube, daß sind nur ein Teil der Fragen und Probleme, die zu bedenken sind und eine grundlegende Ablehnung dieser Verbrennungsanlage begründen. Wir haben mit Genugtuung feststellen können (rbb aktuell v. 23.11.06), daß mit dem neuen Bügermeister unserer Kreisstadt nun auch dort kritisch hinterfragt werden wird.
Heidi Thiele
Lichterfelde
23.11.2006