Sollte man diese Anlage errichten, sind alle Bürger von Eberswalde und Umgebung von deren Umwelteinflüssen betroffen. Schlimm ist nur, dass die Auswirkungen unter Umständen erst in zehn Jahren zutage treten. Hauptleidtragende werden bedauerlicherweise unsere Kinder sein.
Im Gegensatz zu Erwachsenen, die sich schon aus beruflichen Gründen nicht
ständig im Stadtgebiet aufhalten, verlassen Kinder im Regelfall den
Beeinflussungsradius der Giftmüllverbrennung nicht. Sie schlafen hier, sie gehen hier zur Kita oder
Schule, verbringen ihre Freizeit auf Spielplätzen, Sportplätzen usw. Sie laufen
somit Gefahr, sich permanent den Giften und Feinstäuben auszusetzen.
Im von der
Müllverbrennungsanlage direkt betroffenen
Gebiet befinden sich acht Kindertagesstätten und sechs Schulen. Wenn die
lokalen Witterungsverhältnisse in Betracht gezogen werden, stellt man schnell
fest, dass die Stadt Eberswalde zu den von den Emissionen am meisten flankierten
Gebieten gehören wird (ca. 70 Prozent Wind aus West bis Nordwest).
Unter dieser Maßgabe ist der Betrachtungsradius
nicht mehr ausschlaggebend. Und wesentlich mehr: Dem Wohl unserer Kinder
gewidmete Einrichtungen spielen hier eine tragische Rolle. Aber egal aus
welcher Richtung der Wind die Emissionen
aufnimmt, sie werden in jedem Fall auf besiedeltem Gebiet niedergehen.
Ulv Koeppen, Eberswalde