Leserbrief zum Artikel der MOZ vom 03.04.2007
„Völlig gegensätzliche Einschätzungen nach der
Erörterung“
Bei dem
Erörterungstermin konnte man sehr gut verfolgen, wie gegensätzlich die
Interessen gelagert sind. Der Vorsitzende Herr Alpert hatte die nötige Ruhe und
Konzentriertheit, die Erörterung auf einem sehr hohen Niveau zu leiten.
Zu Befremden kam es
allerdings, als Herr Kujat vom Landesumweltamt die Stadt verbal angriff und die
Rechtssicherheit der Beschlüsse infrage Stellte. Das Publikum traute seinen
Ohren nicht und reagierte mit Buhrufen. Bei derartigen Verfahren hofft man als
Bürger auf eine unvoreingenommene Behörde. Viele andere Mitarbeiter des LUA
äußerten sich dagegen sehr sachlich. Dennoch bleibt die Frage im Raum stehen:
Wie wichtig ist die Gesundheit der Bevölkerung hier im Barnim?
Herr Buder, seines
Zeichens Abteilungsleiter im Referat Ost des LUA, bekräftigte zumindest, dass
die Empfindungen der Menschen keine „Marschroute“ seien, sondern die geltenden
Rechtsnormen. Was aber ist, wenn die
Beurteilung einer Situation so neuartig ist, dass die Gesetze allein nicht
genügen? Wer kann tatsächlich nachweisen, dass auf dem Antrag aufgestellte
Behauptungen auch sachgerecht sind? Man kann doch nicht einfach Werte nennen
und versprechen, dass man diese einhalten wird, wenn nur ein Filter eingebaut
wird und es keinerlei Erfahrungswerte für gerade diese Anlage gibt!
Hier ist viel
Sensibilität und Fachkompetenz bei der Behörde gefragt und wir Bürger vertrauen
darauf.
Heidi Thiele/
Lichterfelde