Was hat Eberswalde mit Sizilien gemeinsam ?

Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. Es gibt nämlich zwei Interessengruppen die unterschiedlicher Meinung sind.

Die Geschäftsführung von Theo Steil ist der Meinung, dass hier ein großer Zusammenhang besteht. Von dem zu erwartendem Profit einer Sondermüllverbrennungsanlage in Eberswalde beflügelt, haben sie in kaum gekannter Dreistigkeit versucht, demokratisch gewählte Bürger  unter Druck zu setzen. Einige Abgeordnete sprachen sogar von Nötigung bzw. Erpressung. Es gingen beim Bürgermeister , den Fraktionen und den Abgeordneten von Eberswalde und sogar bei der Genehmigungsbehörde in Frankfurt/O. Briefe ein, die Androhungen (z.B. Haftung persönlichen Vermögens) enthielten, falls die Stadtverordneten den Bau der Sondermüllverbrennungsanlage durch ihre Abstimmung am 25.01.2007 verhindern sollten.

Die andere Interessengruppe setzt sich aus den mindestens 13884 Barnimern, den gewählten Volksvertreter der Stadt Eberswalde und der Gemeinde Schorfheide zusammen.  
Auf der Stadtverordnetenversammlung am 25.01.2007 wurde deshalb auch ganz klar von einem Stadtverordneten gesagt: "Wir haben in Eberswalde keine Sizilianischen Verhältnisse und mafiaartige Methoden haben bei uns keine Chance". Die Geschäftsführung von Theo Steil hat sich anscheinend mit der Spezies "Ossi" nicht ausreichend beschäftigt.

Zu dieser Spezies gehört auch der FDP-Stadtverordnete Dr. Adler. In der DDR der leitende Kinderarzt von Eberswalde. Sein Statement vor der Stadtverordnetenversammlung am 25.01.2007 über die erhöhte Kindersterblichkeit in Eberswalde, verursacht durch Emissionen der ehemaligen Chemischen Fabrik u.a., hat alle im Saal nochmals wachgerüttelt und in ihrem Bestreben bestärkt,  auf keinen Fall eine Neuauflage solcher Dreckschleudern in unserem Urstromtal zu akzeptieren.

Fazit:
Wir fordern die Geschäftsführung von Theo Steil auf,  ihre
absurde Idee, eine Sondermüllverbrennungsanlage in Eberswalde zu bauen, fallen zu lassen. Will etwa wirklich die Firma Theo Steil in Eisbrecher-Manier gegen die Interessen der Bürger und der Stadt Eberswalde und der Gemeinde Schorfheide solch eine Anlage auf Dauer betreiben?
Wir fordern, dass die Firma Theo Steil erst einmal ihre Hausaufgaben in der bestehenden Anlage in Eberswalde erledigt und die in der  ZEUS-Studie von 2006 
gegebenen Empfehlungen zur Reduzierung der Emissions- und Lärmbelastung  sofort und im ganzen Umfang umsetzt.
Die Firma Theo Steil hat durch ihr bisheriges Auftreten unsere Bürgerinitiative für gesunde Umwelt auf den Plan gerufen. Wir versprechen, dass wir die Firma auch in Zukunft auf Schritt und Tritt begleiten werden. 


Was hat Deutschland mit Australien gemeinsam ?

Die Fußballweltmeisterschaft 2006 hat bei vielen Bürgern unseres Landes ein nationales Bewusstsein zu Tage gefördert. Sehr schön!
Es gibt aber auch andere Aspekte, wo man sich schämt, Deutscher zu sein.
Es ist bekannt geworden, dass Industriemüll aus Australien über die Weltmeere verschifft wird, um in Deutschland verbrannt zu werden. Das betroffene Land NRW und seine Regierung ist machtlos. 
Dies zeigt uns ganz deutlich, dass der Umweltstandard und die Sorge um die Gesundheit der Bürger in anderen Ländern viel weiter entwickelt sind. Dies ist nicht nur Australien, das mit seinen Wüsten genügend freien Raum für solche Anlagen hätte. Nein auch europäische Nachbarländer wie die Schweiz, Belgien, Holland, ... muten Ihren Bürgern solche Dreckschleudern nicht zu, wie sie hier in Eberswalde geplant ist.
Deutschland ein Müllimportland?  Ja und das zunehmend auch aus europäischen Ländern. Da kann man sein nationales Bewusstsein und den Glauben an unsere Gesetzgeber im Bund verlieren.
Deponien schließen und den Müllmarkt den Profithaien zu überlassen, da bleibt die Gesundheit der Bürger auf der Strecke.
Sogar der Müllkönig Redmann warnte vor kurzem vor unkontrollierten Überkapazitäten bei Müllverbrennungsanlagen, weil dadurch der Profit der einzelnen MVA-Betreiber geschmälert wird. 

Fazit
Wenn es in naher Zukunft in und um Eberswalde nach australischem Müll stinkt, haben wir unseren Kampf um unsere Gesundheit verloren. Darum ist jeder Bürger aufgerufen, sich an den Einwendungen gegen den Bau der MVA in Eberswalde zu beteiligen. Bis zum 16.02.2007 hat jeder die Gelegenheit dazu.

 

Redaktion BI-S