MOZ-Leserbrief zu Artikel über die geplante Müllverbrennungsanlage

Müllverbrennungsanlage contra Gesundheit!!!  

Über die Gefährdung der Bürger von Eberswalde, Gemeinde Schorfheide und Amt Britz / Chorin durch die Abgase der Abfallverbrennungsanlage Theo Steil (Dioxin, Quecksilber, Kohlenmonoxid, Schwefel usw.) wurde bereits gewarnt. Das ist aber nicht alles!!!

Schon im Vorfeld entstehen genug Bioaerosole, die gesundheitsschädlich sind, denn mit dem Zeitpunkt wo Müll entsteht, beginnt auch seine Verrottung.

Schon auf dem Weg zur Müllverbrennungsanlage rattert und rumpelt der Sondermüll in offenen LKW´s bei all denen vorbei, die im Umfeld dieser Straßen wohnen. Dieser Sondermüll wird auf dem Gelände der Firma Theo Steil unter freiem Himmel gelagert, sortiert und geschreddert bis er in den Ofen kommt. Das bedeutet, er wird in vielfältigster Weise bewegt und dabei emittieren Bakterien, Basidiomyceten, Actinomyceten und Schimmelpilzsporen. Einmal in der Luft, werden diese Bioaerosole kilometerweit (bis über 10 km) getragen und kommen so in die Lungen der Barnimer Bürger.

Auf diesen organischen Feinstaub will ich aufmerksam machen, denn er ist nicht zu unterschätzen. Er beeinträchtigt unser Immunsystem, birgt allergenes Potential und wirkt toxisch!!!

Kleinkinder und ältere Personen sind gefährdeter als Erwachsene!!!

Hinzu kommen noch Ratten, Schaben, Kakerlaken, Milben, Fliegen und vieles andere mehr.

Konkrete Auswirkungen zeigen sich bei der Mülldeponie in Schwanebeck oder bei den Recyclinganlagen in Bernau, Eberswalde und Schwedt.

Bei dem Donnerstag-Termin mit den Steil-Managern sollte nicht deren Profit und die Steuereinnahmen in Eberswalde, sondern die Gesundheit der Bürger im Vordergrund stehen.

Was kostet die Behandlung einer Bronchitis, einer Alveolitis eines Lebercarcinoms oder einer Niereninsuffiziens? Wobei das Martyrium der Betroffenen sowieso nicht mit Geld aufzuwiegen ist!

Unter Schaffung von neuen Arbeitsstellen ist doch wohl nicht das Gesundheitswesen gemeint, die in absehbarer Zeit erhöhten Zulauf bekommen könnten.

Die Stadtverwaltung sollte eher an Vernichtung von Arbeitsplätzen im Tourismusbereich, vielleicht langfristig sogar bei den 150 Angestellten unserer Barnimer Großbäckerei Märkisch Edel denken.

Bürgerinitiative für gesunde Umwelt - Schorfheide
Dagmar Grätsch / Lichterfelde
Mitarbeiterin der LWU-Hygiene GmbH